Konzept von CloudFlow
CloudFlow wird von Anfang an ein Kompetenzzentrum für die Ausschreibung von Anwendungsexperimenten einrichten, das die Vorschläge der CAD/CAM-, CAE-, System- und PLM-Community und deren Ausführung auf der CloudFlow-Infrastruktur bearbeitet. Es wird drei Wellen von Experimenten geben, wobei die erste Welle in der ersten Phase des Projekts mit Experimenten der Kernpartner beginnt. Die zweite und dritte Welle wird für die Community offen sein und zunehmend komplexere und anspruchsvollere Anwendungsfälle erfordern, insbesondere in Bezug auf Engineering- und Fertigungsdienste und -abläufe.
Das Fehlen etablierter Geschäftsmodelle ist ein Haupthindernis für SW-Anbieter, die keine Cloud-Dienste in öffentlichen Clouds in den Bereichen Technik und Fertigung anbieten. CloudFlow hat ein Arbeitspaket, das der Entwicklung und Bewertung von Geschäftsmodellen gewidmet ist, in dem die beteiligten SW-Anbieter und Beratungsunternehmen verschiedene Konzepte diskutieren, entwerfen und ausprobieren, um die Attraktivität und Wirtschaftlichkeit der Abrechnung für die Bereitstellung von Diensten abzuwägen.
Sicherheitsbedenken auf Nutzerseite in Technik und Produktion behindern die Akzeptanz von Rechendiensten in öffentlichen Clouds. Dies gilt nahezu unabhängig von den Sicherheitsstandards im Internet. Das verbleibende Risiko wird als unbestimmt angesehen. Wie viele unserer Diskussionen zeigen, würde ein Sicherheitslabel von einer unabhängigen Organisation die Akzeptanz einen großen Schritt voranbringen. CloudFlow wird mit entsprechenden Organisationen (z.B. SQS Company) an vertrauenswürdigen Diensten arbeiten und ein Qualitätslabel für sichere Cloud-Rechen- und Datenmanagementdienste etablieren.
Zusätzlich zu den offenen Aufrufen zu Anwendungsexperimenten wird die Einbindung der Gemeinschaft durch Outreach- und Standardisierungsaktivitäten erreicht. Outreach umfasst Verbreitungs- und Verwertungsaktivitäten sowie die Verbindung zwischen CloudFlow und der I4MS-Initiative, mit der CloudFlow zusammenarbeiten wird. Darüber hinaus wird eine Umwandlung von CloudFlow in ein internationales Fertigungstechnologie-Plattform-Projekt (CloudFlow-IMS) als Teil der Intelligent Manufacturing Systems (IMS) in Betracht gezogen. Die Verbreitung auf Anwenderkonferenzen, wissenschaftlichen Konferenzen und Messen ergänzt die oben genannten Aktivitäten. Die Einbeziehung der CloudFlow-Ergebnisse in die kommerziellen Produkte der beteiligten Software-Anbieter (allesamt KMU) wird zur Nutzung der Projektergebnisse beitragen.
Erfolgsgeschichten von CloudFlow
Die Anwendungsexperimente sind Beispiele für innovative Anwendungsfälle in der Produkt- und Prozessentwicklung/Simulation. Die Anwendungsfälle wurden aufgrund ihres hohen Potenzials ausgewählt, von der Cloud-Technologie zu profitieren, um einen einfacheren und erschwinglicheren Zugang zu komplexen technischen Berechnungsdiensten und Arbeitsabläufen zu ermöglichen. CloudFlow hat sich insbesondere auf Anwendungsfälle konzentriert, die sich mit den Phasen der virtuellen Produktentwicklung mechatronischer Systeme befassen, wie z. B. Entwurf, Simulation, Optimierung, Visualisierung und die Abdeckung von Arbeitsabläufen entlang der Wertschöpfungskette in und zwischen Unternehmen. Ein weiterer innovativer Bereich für Anwendungsfälle in CloudFlow ist die Simulation von Fertigungsprozessen/Werkzeugen. Die Anwendungsfälle werden meist vom Endanwender, einem Fertigungsunternehmen, vorzugsweise einem KMU, bestimmt.
Wichtige Highlights:
Die Erfolgsgeschichten geben einen Überblick über die wirtschaftlichen und technischen Auswirkungen, die die verschiedenen Anwendungsexperimente während der Projektlaufzeit von einem Jahr erzielt haben. Hier heben wir einige der beeindruckendsten Auswirkungen für die teilnehmenden Unternehmen und ihre Produkte hervor:
- verkürzung der Entwicklungszeit von 3-5 Monaten auf 1-2 Monate.
- reduzierung des Stromverbrauchs der Lüfter von 4 kWel auf 2,75 kWel (> 30 Prozent).
- die Kunden sparen Stromkosten in Höhe von etwa 350.000 Euro pro Jahr.
- potenzial für massive Einsparungen an natürlichen Ressourcen bei der Produktion von MEMS-Sensoren.
- große Anzahl von Varianten in sehr kurzer Rechenzeit.
- steigerung der verkauften Cloud-basierten Lizenzen um 5-10 Prozent (ca. 150.000 Euro in dreijähriger Perspektive).
- Allein für das Cloud Computing rechnet ein Unternehmen mit 2 bis 5 neuen Stellenangeboten.
Felix Schneider
Chefredakteur und schreibt für Cloud Flow
Felix Schneider produziert technische Inhalte mit Schwerpunkt auf Cloud-basierter Infrastruktur in der iGaming-Branche.
Lukas Hartmann
Chefredakteur bei Cloud Flow
Lukas Hartmann ist verantwortlich für die Entwicklung von datengesteuerten Lösungen im iGaming-Sektor.